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Mein Großvater Johann Brand, Maler aus Osnabrück, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden.
Ihm verdanke ich viel. Ich wuchs mit seinen Bildern auf. Wenn wir meine Großeltern besuchten, rief er uns in sein Atelier, und wir sollten seine Bilder kritisieren. Er nahm unsere Meinung ernst. Ich zeichnete schon als Kind sehr viel, und er schaute meine Bilder immer gerne an und sagte etwas dazu. Ich wollte immer gerne möglichst realistisch zeichnen und verbrachte eine Zeit lang Nächte damit, Pferde zu zeichnen. Er nahm es mit den Hinterbeinen sehr genau und machte mir immer wieder vor, wie sie aussehen müßten. Meine Großeltern (auch meine Großmutter Anneliese Brand- Schlagheck ist Künstlerin) und Eltern schärften meinen Blick für Details und die verborgenen Schönheiten meiner Umgebung. Natürlich mußten wir auch für Portraits Modell sitzen. Ich bewundere die Landschaftsbilder meines Großvaters sehr. Er versteht es wunderbar, Stimmungen einzufangen, v.a. die tollen Wolkenspiele und die Lichter und Schatten am Boden. Wenn ich dramatische Wolken sehe, denke ich an meinen Großvater. Ich denke, was Landschaftsmalerei angeht, sind meine Bilder sehr von denen meines Großvaters beeinflußt. Ich male und zeichne wie er gerne auf Reisen, wozu ich meinen Malkoffer mit Ölfarben, der gleichzeitig als Staffelei dient, mitnehme. Ein weiteres Motiv, das ich wie mein Großvater gerne male, sind Hinterhöfe, auch wenn Stil und Technik meiner Arbeiten dort deutlich anders ist.
Momentan läuft im Rahmen der Art Regionale in Osnabrück eine Ausstellung, die Landschaftsbilder von ihm zu seinem 100. Geburtstag zusammen mit Bildern dreier weiterer verstorbener Osnabrücker Künstler zeigt. Die Ausstellung ist noch bis zum 4.9. in der Galerie Hülsmeier in der Krahnstr. 49/Ecke Lortzingstr. in Osnabrück zu sehen.
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